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Ein Plastik-Outfit für die Umwelt Ein Plastik-Outfit für die Umwelt
Wirtschaft

Ein Plastik-Outfit für die Umwelt

17 Plastiksackerln werden laut Greenpeace täglich in den heimischen P&C-Filialen "ungefragt" ausgegeben.
Vanessa Kogler
Mittwoch, 05. Dezember 2018
Verfasst am 05.12.2018 von Vanessa Kogler

Direkt vor der Filiale von Peek & Cloppenburg auf der Kärntner Straße stolziert am Mittwoch Schauspielerin Lilian Klebow auf und ab. Ihr Outfit: eine Kreation aus Plastiksackerln. Auch Ehemann und Schauspiel-Kollege Erich Altenkopf ist nahezu komplett in Kunststoff gehüllt. Hintergrund des besonderen Catwalks: das Totalverbot von Plastiksackerln ab 2020.

Organisiert hat die Aktion am 16-Meter-langen Catwalk die Umweltschutzorganisation Greenpeace. „Peek & Cloppenburg ist ein Symbol für viele Unternehmen der Bekleidungsbranche, die nach wie vor ungefragt in Plastiksackerln einpacken“, erklärt KonsumentInnensprecherin Nunu Kaller im W24-Interview.

Greenpeace: „Papier und Bioplastik sind falsche Lösung“

Mit dem Verbot von Plastiksackerln will man bis zu 7.000 Tonnen-Kunststoffmüll jährlich vermeiden. Geht es nach Greenpeace, sollen die Textilriesen hierzulande jedenfalls schon früher umsteigen – Papier oder Bioplastik wäre aber die falsche Lösung. Bei Peek & Cloppenburg begrüßt man das kommende Verbot.

Man werde die Anforderungen bis spätestens 2020 erfüllen, heißt es am Mittwoch auf W24-Nachfrage. Welche Sackerl der Textilriese dann anbieten wird, steht allerdings noch nicht fest.

Ebenfalls heute Mittwoch hat das von der Bundesregierung angekündigte Totalverbot von Plastiksackerln ab 2020 den Ministerrat passiert. Ebenso soll ab 2020 ein Verbot für die Beimengung von Mikroplastik in Kosmetik- oder Reinigungsprodukten kommen, sofern es davor keine europäische Lösung dafür gibt. (vk/apa)