Karl-Seitz-Hof: Hoch lebe der Gemeindebau
Wenn ein Gemeindebau Geburtstag hat, dann kommen auch Musik und Party nicht zu kurz - so geschehen vergangenen Freitag im Karl-Seitz-Hof in Floridsdorf. Dort haben die Bewohner*innen gemeinsam mit 100. Geburtstag gefeiert. Mit dabei auch der Wiener Bürgermeister und der Floridsdorfer Bezirksvorsteher Georg Papai, übrigens selbst "ein Seitzhof-Kind", wie er im Interview verrät. Eingeladen zur großen Sause hatten die Wohnpartner.
Errichtet wurde der Karl-Seitz-Hof von 1926 bis 1931 als "Gartenstadt Jedlesee" – mit über 1.100 Wohnungen, 12 Waschküchen über 60 Lokalen und Kaffeehaus. Nach dem Tod von Karl Seitz wurde die Wohnhausanlage nach ihm benannt, war er doch jener Bürgermeister, in dessen Wirkungszeit das Konzept des kommunalen Wohnbaus verwirklicht wurde.
Schlussendlich sollten im Roten Wien rund 65.000 Gemeindewohnungen gebaut werden. Heute liegt die Zahl bei insgesamt 220.000. Im Rahmen der Aktion Gemeindbauten neu sind derzeit wienweit sieben Projekte mit 1.000 neuen Wohnungen im Bau – und weitere sind bereits in Planung. (vk)