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Wiener Gemeindebauten erinnern an NS-Verfolgung Wiener Gemeindebauten erinnern an NS-Verfolgung
Gesellschaft

Wiener Gemeindebauten erinnern an NS-Verfolgung

Vier kostenlose Rundgänge führen zu Orten, die an die Schicksale vertriebener und verfolgter Gemeindebaubewohner erinnern.
W24 Redaktion
Montag, 24. August 2026
Verfasst am 24.08.2026 von W24 Redaktion

Wiener Wohnen setzt Ende August und Anfang September die geführten Rundgänge zur NS-Geschichte der Gemeindebauten fort. Die kostenlosen Touren führen durch die Josefstadt und Neubau, die Donaustadt, Meidling und die Leopoldstadt. An ausgewählten Wohnhausanlagen wird an jüdische Bewohnerinnen und Bewohner erinnert, die nach dem „Anschluss“ vertrieben, deportiert oder zur Flucht gezwungen wurden.

Auch Themen wie Widerstand, Austrofaschismus und der Umgang mit „arisiertem“ jüdischem Eigentum nach 1945 werden behandelt. Die Rundgänge wurden 2025 im Rahmen des Erinnerungsprojekts „Der Gemeindebau in der NS-Zeit“ erstmals angeboten und stießen laut Wiener Wohnen auf großes Interesse. Rund 850 Menschen nahmen im Vorjahr teil. Erstmals steht heuer auch eine Route durch Meidling auf dem Programm.

Die Touren dauern rund eineinhalb bis zwei Stunden und sind auf maximal 20 Personen begrenzt. Eine Anmeldung wird jeweils spätestens eine Woche vor dem Termin empfohlen. Die Führungen sind barrierefrei und finden grundsätzlich bei jedem Wetter statt.

Termine:

31. August, 17 Uhr: 7. und 8. Bezirk – Erich Lessing, „arisiertes“ Eigentum und kommunaler Wohnbau in der NS-Zeit

2. September, 17 Uhr: 22. Bezirk – Der Goethehof zwischen Austrofaschismus und NS-Terror

4. September, 17 Uhr: 12. Bezirk – Jüdisches Leben, Bürgerkrieg und Widerstand in Meidling

5. September, 14 Uhr: 2. Bezirk – Delogierung, Widerstand, Emigration und Deportation

Bild: Stadt Wien/Christian Fürthner