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Energie von oben: 100. Photovoltaik-Anlage auf kirchlichem Gebäude Energie von oben: 100. Photovoltaik-Anlage auf kirchlichem Gebäude
Umwelt

Energie von oben: 100. Photovoltaik-Anlage auf kirchlichem Gebäude

Mit der neuen Solaranlage auf der Kirche St. Florian in Margareten hat die Erzdiözese Wien ihre 100. Photovoltaik-Anlage in Betrieb genommen.
Andreas Liberda
Freitag, 24. Juli 2026
Verfasst vor 1 Tag von Andreas Liberda

Die Erzdiözese Wien hat ihre 100. Photovoltaik-Anlage auf einem kirchlichen Gebäude in Betrieb genommen. Das Jubiläumsprojekt befindet sich auf dem Dach der Kirche St. Florian in Wien-Margareten. Auf rund drei Viertel des 630 Quadratmeter großen Flachdachs wurden Solarpaneele installiert.

Die Anlage auf der Wiedner Hauptstraße erreicht eine Spitzenleistung von 55,8 kWp. Zusätzlich wurde ein Batteriespeicher mit einer Kapazität von 45 kWh errichtet. Der erzeugte Strom versorgt die Kirche, das Pfarrhaus und künftig auch den angrenzenden Kindergarten. Geplant ist außerdem eine Energiegemeinschaft mit weiteren Einrichtungen.

Seit der teilweisen Inbetriebnahme im November 2025 und dem Vollbetrieb seit Juni 2026 konnte die Pfarre den zugekauften Strom laut Erzdiözese bereits deutlich reduzieren. Besonders die sonnenreichen Wochen im Juni hätten hohe Energieerträge gebracht.

Nach Angaben der Erzdiözese Wien werden jährlich durchschnittlich zehn neue Photovoltaik-Anlagen auf kirchlichen Gebäuden installiert. Im Jahr 2022 waren es sogar 36 neue Anlagen. Insgesamt investiert die Erzdiözese rund vier Millionen Euro pro Jahr in ökologische Baumaßnahmen wie Heizungsumstellungen, Dämmungen, LED-Beleuchtung und Solarenergie. Für die bisherigen 100 Photovoltaik-Projekte wurden laut Erzdiözese insgesamt 5,5 Millionen Euro aufgewendet. Aber nicht jedes Kirchengebäude eigne sich jedoch für Solaranlagen. Neben technischen und wirtschaftlichen Fragen müssten auch denkmalpflegerische Vorgaben berücksichtigt werden.

Die Kirche St. Florian gehört zur Pfarre „Zur Frohen Botschaft“, der größten Pfarre Wiens. Umwelt- und Klimaschutz zählen dort seit Jahren zu den Schwerpunkten. Die Pfarre ist seit 2021 nach dem EU-Umweltmanagementsystem EMAS zertifiziert. Laut eigenen Angaben konnte der Abfall seitdem um zwei Drittel reduziert werden. Zudem finden Veranstaltungen nach den „ÖkoEvent“-Richtlinien der Stadt Wien statt. Auf dem Dach eines Seitenschiffs werden außerdem drei Bienenvölker ge