Wiens Wildtiere – Besuch der Wildtierstation
Nahe sollten Wiener*innen ihren Wildtieren nicht kommen. Aber in der Wildtierstation in Laxenburg ist es notwendig, um der Waldeule, dem Eichhörnchen, Zieselbaby oder Igel helfen zu können. Die Station gibt es seit 2019. Die Rettung von Wildtieren, etwa aus Swimmingpools oder von Dachterrassen, ist aber nur eine Aufgabe. „Es sind circa 20.000 Anrufe, die wir zum Thema Wildtiere oder Stadttaube im Jahr bekommen und wir betreuen in etwa zwischen 6.000 und 7.000 Tiere, die wir zum Teil in die Wildtierstation bringen“, sagt Günther Annerl, der stellvertretende Leiter der Forst- und Landwirtschaftsbetriebe (MA 49).
Der Schlosspark Laxenburg ist ein gutes Beispiel dafür, warum eine Großstadt wie Wien Landwirtschaftsbetriebe braucht. Denn es gibt einige große landwirtschaftliche Flächen in der Stadt, aber auch in NÖ, die der Stadt Wien gehören. Die Nutztiere, wie Rinder und Schafe, werden hier nicht zum Schlachten gehalten, sondern für die Pflege dieser Flächen eingesetzt.
Weil Wien enorm viel Grünfläche und damit Lebensraum bietet, fühlen sich Wildtiere wie Feldhamster, Turmfalken, Kaninchen, Rehwild, Tauben, Füchse, Dachse oder Marder wohl.
Immer wieder treffen Wiener*innen auf vermeintlich verwaiste, oft junge Wildtiere. Aber ein Wildtier benötigt nur menschliche Hilfe, wenn es verletzt oder in Not geraten ist oder tatsächlich von den Elterntieren verlassen. Das Wildtierservice Wien hat zwei Abgabestellen mit „Wildtierfundboxen“. An den Standorten Triester Straße und TierQuartier Wien werden Tiere notfalls persönlich entgegengenommen. Im Normalfall kommen die Wildtiere sehr gut in Wien zurecht.