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Ab ins All: Wiener Firma bietet Transportmittel für Experimente Ab ins All: Wiener Firma bietet Transportmittel für Experimente
Wissenschaft

Ab ins All: Wiener Firma bietet Transportmittel für Experimente

Das Wiener Start-up Tumbleweed schickt Experimente ins All - mittels eigens gebautem Satelliten und spezieller Transportboxen für die Forschung.
Vanessa Kogler
Montag, 08. Juni 2026
Verfasst vor 1 Stunde von Vanessa Kogler

Forschung im All ist aufwendig, teuer und mit langen Genehmigungsprozessen verbunden. Das Wiener Unternehmen Tumbleweed aus dem 3. Bezirk will das ändern. Mit einem Würfelsatelliten sollen im Rahmen der Mission „Oasis Alpha“ standardisierte Forschungsbehälter – sogenannte Pods – in den erdnahen Weltraum gebracht werden. Sie ermöglichen Experimente unter Schwerelosigkeit, etwa für die Entwicklung neuer Medikamente oder innovativer Materialien.

Die erste Mission in Sachen Forschung in der Mikrogravitation ist bereits ausgebucht, bestätigt Leonhard Goliasch von Tumbleweed im W24-Interview. Mit Kund*innen aus der Pharma- und Materialforschung, Biotechnologie und Softwareentwicklung. Konkret sind es die Technische Universität Delft (TU Delft), das European Space Resources Innovation Centre (ESRIC), das Spring Institute for Forests on the Moon sowie das Unternehmen MassBalance.

Nach dem Aussetzen in der Umlaufbahn soll die Kommunikation mit dem Satelliten mindestens sechs Wochen lang aufrechterhalten werden. Danach wird der Satellit noch mehrere Jahre die Erde umkreisen, bevor er schließlich in der Atmosphäre verglüht.
An der Realisierung der nächsten Idee wird in Wien und der Werkstätte im niederländischen Delft bereits gearbeitet – es geht um Wiedereintrittskapseln.

Mittlerweile gehören 18 Personen zum Tumbleweed-Team. Geplant ist deshalb auch eine Vergrößerung in Wien, samt Werkstatt im 3. Bezirk. Und auch eine zweite Weltraummission mit Transportboxen ist in Planung. Buchungen für "Oasis Beta" werden bereits angenommen.(vk)

Bild: Exolaunch