Neue psychiatrische Tagesklinik in der Klinik Donaustadt gestartet
In der Klinik Donaustadt wurde eine neue psychiatrische Tagesklinik eröffnet. Das Angebot soll die Lücke zwischen ambulanter und stationärer Behandlung schließen. Patient*innen erhalten von Montag bis Freitag therapeutische Betreuung, verbringen die Abende und Nächte aber weiterhin in ihrem gewohnten Umfeld. Behandelt werden unter anderem Depressionen, Angst-, Anpassungs- und Persönlichkeitsstörungen. Zum Programm zählen Einzel- und Gruppentherapien, fachärztliche Betreuung sowie verschiedene Therapieangebote wie Ergo-, Physio- und Musiktherapie.
Laut Wiener Gesundheitsverbund sollen dadurch stationäre Aufenthalte verkürzt oder teilweise vermieden werden. Rund 45 Patient*innen pro Jahr können das Angebot nutzen, die durchschnittliche Aufenthaltsdauer liegt bei sechs bis acht Wochen. Unterstützt wird auch bei der Suche nach Therapieplätzen, Jobs oder Behördengängen, um die Stabilität nach dem Aufenthalt zu sichern.
Betreut werden die Patientinnen von einem multiprofessionellen Team aus Pflegekräften, Ärztinnen, Psychologinnen und Therapeutinnen. Neu ist dabei der Einsatz von Genesungsbegleiter*innen – Menschen mit eigener Erfahrung psychischer Krisen, die ihre Erfahrungen in die Betreuung einbringen. Tagesklinische psychiatrische Angebote gibt es im Wiener Gesundheitsverbund bereits auch in den Kliniken Floridsdorf, Hietzing, Landstraße und Ottakring.
Bild: Lydia Sprinzl