ESC-Bim: Mit Fahrschein zum Tanzschein
"Manche fahren zum Ballermann, wir fahren zum ESC", sagt eine junge Frau lachend in der "Disco-Bim" der Wiener Linien, in der zwischen dröhnenden Partyhits und tanzenden Fahrgästen ausgelassene Stimmung herrscht. Die Party-Straßenbahn bringt Fans des Eurovision Song Contests - und andere Interessierte - an den Halbfinal-Tagen (12. und 14. Mai) sowie am Tag des Finales (16. Mai) zwischen 14 und 22 Uhr vom Volkstheater direkt zur Stadthalle.
Schon beim Einfahren der "Bim" zücken Wartende ihre Handys, manche sind begeistert, andere schütteln irritiert den Kopf. Vor der Fahrerkabine legt ein DJ auf, und aus den über die ganze Bahn verteilten Lautsprechern schallen Partyklassiker und aktuellere ESC-Hits wie "Espresso Macchiato" von Tommy Cash. Fahrgäste aller Altersgruppen zeigen ihre Moves zu Cosmós "Tanzschein" oder "Macarena". Auf der Hinfahrt Richtung Stadthalle ist die "Bim" noch mäßig gefüllt, doch auf dem Rückweg wird sie zu einem vollen Mini-Club. Das gemeinsame Tanzen bringt den ganzen Wagen sichtbar ins Wanken.
Wiener Linien wollen ESC-Stimmung auf die Schienen bringen
Für die Wiener Linien sei das Ziel der "Disco-Bim", Fahrgästen auch zwischen den ESC-Veranstaltungen Partystimmung zu bieten, erklärt Geschäftsführerin Alexandra Reinagl im Gespräch mit der APA. Die Wahl fiel bewusst auf die Linie 49, da sie das Euro-Village mit der Stadthalle verbindet. "Die Stadt wird immer jünger und bunter. Man sieht, dass man bei uns ausgelassen feiern kann, und wir als Rückgrat der Mobilität sind gerne ein Stück weit der Pulsschlag der Stadt", sagt Reinagl. Ob die Aktion gelungen ist, wolle sie vor allem an den Reaktionen der Fahrgäste ablesen. "Ich hoffe, ich sehe es in den Gesichtern der Fahrgäste", so Reinagl, mit einem Schmunzeln ergänzt sie beim Einstieg in die "Bim": "Aber sie brauchen einen Fahrschein, da muss ich streng sein." (apa/red)