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Johanna Dohnal: Digitale Spuren in Mariahilf Johanna Dohnal: Digitale Spuren in Mariahilf

Johanna Dohnal: Digitale Spuren in Mariahilf

Mit dem Smartphone auf den Spuren der Ex-Frauenministerin im 6. Bezirk. KÖR-Installation ab sofort verfügbar - auch online.
Vanessa Kogler
Donnerstag, 12. März 2026
Verfasst vor 2 Stunden von Vanessa Kogler

Johanna Dohnal war die erste Frauenministerin in Österreich und in ihrem Kampf um Chancengerechtigkeit stets beharrlich. Jetzt setzen sechs Künstlerinnen (Eni Brandner, Kris Hofmann, Susi Jirkuff, Nayeun Park, Veronika Schubert und Anna Vasof) der 2010 verstorbenen SPÖ-Politikerin ein digitales Denkmal in der Stadt – am Johanna-Dohnal-Platz in Mariahilf.

Am Donnerstag wurde das Projekt, anlässlich des Tricky Women Festivals, offiziell eröffnet. Der Titel: „Spuren einer Vordenkerin – Johanna Dohnal in Augmented Reality. oder: Aus taktischen Gründen leise zu treten, hat sich noch immer als Fehler erwiesen“ heißt die feministische AR-Intervention im öffentlichen Raum. In den künstlerischen Arbeiten werden Themen wie Feminismus, soziale Gerechtigkeit und Technologie thematisiert. Es geht um die „Gläserne Decke“, an die viele Frauen im Laufe ihrer Berufsbahn stoßen. Um scharfzüngige Erklärungen, Gewalt gegen Frauen oder Konzepte von Weiblickeit und Geschlechterrollen.

Mit einem Smartphone lassen sich die Arbeiten via QR-Codes entdecken – etwa vor der AHS Rahlgasse oder dem Top-Kino.

Das Projekt wurde in Kooperation mit der Bezirksvorstehung Mariahilf, dem Johanna Dohnal Archiv, der AHS Rahlgasse und dem Top-Kino umgesetzt und ist ab sofort zu erkunden. Wer nicht in den 6. Bezirk kommen kann: alle Werke sind auch online erlebbar unter artificialmuseum.com. Ermöglicht wurde die Umsetzung durch Kunst im öffentlichen Raum Wien (KÖR) mit Unterstützung des Zukunftsfonds der Republik Österreich. (vk)