Breitenlee: Wie läuft Wiens größtes Renaturierungsprojekt?
Von der größten Sanddüne im Marchfeld zum Güterbahnhof zum Naturschutz-Areal: Die Umgestaltung am 90 Hektar großen Gebiets in Breitenlee, in der Donaustadt, geht jetzt so richtig los. Erste invasive Arten, wie die amerikanische Goldrute, wurden bereits gerodet, damit hier wieder Weiden entstehen können. Noch heuer werden Wege für Besucher*innen angelegt. Wir waren bei einer Begehung am Donnerstag dabei.
Der frühere Güterbahnhof Breitenlee ist jetzt offiziell Projektgebiet des EU-geförderten Projektes „LIFE VienNATURA“. Laut Klimastadtrat Jürgen Czernohorszky ist es „Wiens größtes Renaturierungsprojekt und ein großer Schritt in Richtung EU-Wiederherstellungsverordnung“, sowie wichtig fürs Wiener Stadtklima als Durchlüftungsschneise.
Jetzt werden Betonflächen entsiegelt und die Trockenrasen und Steppenlebensräume wiederhergestellt. Damit könnten auch Lebensräume für Flora und Fauna vergrößert werden. Wildtiere und rare Pflanzen wie Orchideen, Wildbienen, Vögel oder Heuschrecken sollen profitieren. Mit an Bord sind neben den städtischen Abteilungen Umweltschutz (MA 22) sowie der Forst- und Landwirtschaftsbetriebe (MA 49) und der MA 48 auch das Naturhistorische Museum und Birdlife Österreich, die im Projekt wissenschaftliches Monitoring übernehmen. Das EU-LIFE-Projekt läuft bis Ende 2032. (vk)