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Ring-Radweg: ÖAMTC will „niemandem etwas wegnehmen“ Ring-Radweg: ÖAMTC will „niemandem etwas wegnehmen“
Verkehr

Ring-Radweg: ÖAMTC will „niemandem etwas wegnehmen“

Der ÖAMTC will den Radweg am Ring neu gestalten - und verspricht mehr Sicherheit, ohne dem Autoverkehr Platz wegzunehmen.
Andreas Liberda
Donnerstag, 26. Februar 2026
Verfasst vor 2 Stunden von Andreas Liberda

Bis zu 10.000 Radfahrende pro Tag, enge Verschwenkungen, gemeinsam geführte Geh- und Radwege und dichter Autoverkehr: Der Radweg am Wiener Ring gilt seit Jahren als Problemzone. 2024 wurden am Opernring rund 1,8 Millionen Radfahrten gezählt. Gleichzeitig stieg die Zahl der Unfälle.
Dass sich an der rund vier Kilometer langen Ringstraße etwas ändern muss, ist weitgehend unbestritten. Neben der Stadt Wien, die eigene Umbaupläne angekündigt hat, bringt sich nun auch der ÖAMTC mit einem konkreten Vorschlag in Position.
Zwei-Richtungs-Radhighway als Herzstück
Unter dem Titel „Platz für alle am Ring“ schlägt der Mobilitätsclub eine konsequente Trennung von Fuß-, Rad- und Kfz-Verkehr vor. Herzstück ist ein baulich getrennter Zwei-Richtungs-Radhighway an der Innenseite des Rings. Die rund vier Meter breite Radverbindung soll durchgängig geführt werden und etwa 17.000 Quadratmeter Fläche exklusiv für den Radverkehr schaffen.
Die Außenseite der Ringstraße soll zur Flaniermeile mit zusätzlichen Grünflächen und aufgewerteten Aufenthaltsbereichen werden. Die Nebenfahrbahnen samt Parkplätzen würden laut Konzept dem Autoverkehr erhalten bleiben. Fahrverbote oder Spurreduktionen lehnt der ÖAMTC ab – der Ring biete ausreichend Platz für alle Verkehrsarten.
Kritik und offene Fragen
Auch der VCÖ und die Radlobby Österreich fordern seit Langem eine sichere, durchgängige und konfliktfreie Radinfrastruktur am Ring. Sie pochen jedoch auf eine deutliche Priorisierung des Umweltverbunds und eine spürbare Neuverteilung des Straßenraums.
Offizielle Pläne der Stadt liegen noch nicht vor. Die Präsentation des Konzepts ist für Ende März angekündigt, noch heuer soll mit dem Umbau eines ersten Teilstücks begonnen werden.