Undine kommt wieder: Geld für Gewaltpräventionsprojekt
Acht Zitate aus Ingeborg Bachmanns Erzählung „Undine geht“ – die Autorin behandelte darin das Thema Gewalt an Frauen – waren bis Juni letzten Jahres auf den Wasserrohren der Wiener Linien im Sigmund-Freud-Park zu sehen. Die Rohre wurden dort wegen des U-Bahn-Baus verlegt. Die Designerin Petra Stelzmüller installierte diese Textplanen. Das einjährige Kunstprojekt im öffentlichen Raum hieß „Undine kommt“.
Undine geht. Undine kommt. Und Undine kommt wieder: Denn diese Textplanen wurden recycelt und aus ihnen wurden Umhängetaschen gemacht. Der Verein L‘Art Pour l‘Art möchte Kunst und gesellschaftliche Anliegen verbinden. Und durch den Verkauf der Taschen kann diesmal eine Spende in der Höhe von 1.000 Euro dem Gewaltpräventionsprojekt „StoP – Stadtteile ohne Partnergewalt“ übergeben werden. Was vor einigen Jahren als kleines Projekt gegen häusliche Gewalt begann, ist heute zu einem starken Netzwerk mit 40 Standorten gewachsen. Das Projekt setzt auf aktive Nachbarschaften. In Aktionsgruppen werden Nachbar*innen sensibilisiert und ermutigt, sich gegen häusliche Gewalt zu engagieren. So soll das Thema enttabuisiert und die Bereitschaft zur Zivilcourage erhöht werden.
Der Erlös aus dem weiteren Taschen-Verkauf kommt zu 100 Prozent wieder feministischen Vereinen zu Gute.