Schließen
U6 mit neuen Bodenmarkierungen U6 mit neuen Bodenmarkierungen
Verkehr

U6 mit neuen Bodenmarkierungen

In manchen Wiener U6 Sationen wurden die bisher noch schwarz-weißen Markierungen durch weitläufigere bunte ersetzt.
W24 Redaktion
Dienstag, 14. August 2018
Verfasst am 14.08.2018 von W24 Redaktion

Die Wiener Linien scheuen anscheinend in den letzten Wochen keine Mühe und Kosten, um der U-Bahn Linie U6 ein besseres Image zu verpassen. Zusätzlich zu dem heiß diskutierten Essverbot, wurden jetzt schon an einigen Haltestellen zu den zuvor eher unaufregenden Bodenmarkierungen neue hinzugemalt.

Die Rede ist von frischen Markierungen an der Bahnsteigkante, die zu verstehen geben, wo sich die Türen der U-Bahn in der jeweiligen Station befinden werden. Diese sollen den Aus- und Einstieg der Fahrgäste erleichtern und verhindern, dass Passagiere sich womöglich gegenseitig blockieren. "Wir fahren mit der U6 zu Stoßzeiten im Zweieinhalb-Minuten-Takt. Da muss es zack-zack gehen", erklärte Öffi-Stadträtin Ulli Sima (SPÖ). Zu Spitzenzeiten steigen sogar 150 bis 200 Personen pro Zug an den Stationen aus und ein.

Farbenfrohe Bodenmarkierungen

Jetzt wurden die entsprechenden Bodenmarkierungen farbenfroher und weitläufiger gestaltet. Somit sind sie nicht mehr so unscheinbar wie zuvor und damit einfach schneller erkennbar. Große blaue Pfeile auf knallgelbem Hintegrund sollen ab jetzt die Fahrgäste auf die Einstiegsstellen hinweisen. Um diese Vision zu verwirklichen investierten die Wiener Linien 10.000 Euro pro Bahnsteig.

Plangemäß werden als nächstes die Knotenpunkte Meidling, Spittelau und Längenfeldgasse mit den brandneuen Bodenmarkierungen ausgestattet. Jedoch ist diese Veränderung bei nicht allen Stationen so einfach genehmigt. Laut Wiener-Linien-Geschäftsführer Günter Steinbauer werde man in den Otto-Wagner-Stationen, aufgrund des Denkmalschutzes, auf dezentere Versionen zurückgreifen müssen.

Anlehnung an asiatische Metropolen

Die neu gestalteten Markierungen seien an U-Bahn Stationen aus asiatischen Metropolen orientiert, da dort schon seit längerem ähnliche Bodenmarkierungen etabliert sind. Steinbauer erklärt warum eine Neuerung her musste:,,Die Markierung war zu dezent, das haben nur die Insider verstanden".

Aus praktischen Gründen sind keine Ausweitungen auf andere U-Bahn Linien geplant. Diese werden nämlich von zwei verschieden Zugmodellen befahren, die bei den Einstiegstellen am Bahnsteig nicht übereinstimmen. (APA/Red.)