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Wiener Vorlesungen: Ausblick 1. Halbjahr 2021

zum Jahresthema „Befunde. Und wo stehen wir jetzt?“

Beim Jahresthema 2020 der Wiener Vorlesungen stand die Zukunft der Stadt im Zentrum, im ersten Halbjahr ergänzte ein Corona-Schwerpunkt in Form der Wiener Vorlesungen online als Antwort auf den Lockdown des gesamten öffentlichen Lebens das Angebot, die zweite Jahreshälfte beschäftigte sich mit Aspekten und Problematiken des gesellschaftlichen Wandels und deren Auswirkungen. Dabei standen nicht nur Fragen zu Demokratie und Nachhaltigkeit auf dem Programm, sondern auch zu Geselligkeit und Solidarität und nicht zuletzt zur wichtigen Auseinandersetzung mit unserer psychischen Verfasstheit. Diesen Weg der Befunde wollen die Wiener Vorlesungen im Jahr 2021 weitergehen. Mit der Frage „Und wo stehen wir jetzt?“ soll nicht nur das Spannungsverhältnis von Individuum und Gesellschaft in den Mittelpunkt rücken, sondern auch der Blick ins Innere im Fokus bleiben, um dem Gemeinschaftserlebnis der Corona-Zeit, das sich in unser kollektives Gedächtnis einprägen wird, gerecht zu werden. Auch als Vision, um die Erkenntnisse, die wir aus unserem Erleben gewonnen haben, für die Zukunft nutzbar zu machen.

Die wechselvolle Zeit der Covid-19-Pandemie hat viele Facetten gezeigt. Von anfänglicher Euphorie der Solidarität über Panik bis zu Wut und Erschöpfungserscheinungen leuchtete das Spektrum unserer Gefühlswelt in schillernden Farben. Für manche war Corona eine Herausforderung, die angenommen wurde, für andere eine Prüfung, die kaum zu bewältigen war oder den Verlust der Lebensgrundlage bedeutete.

Die äußeren Umstände verändern nicht nur Individuen, sondern haben ebenso gesellschaftliche Auswirkungen, die wir in den letzten Monaten deutlich zu spüren bekommen haben. Die Art und Weise, wie wir mit Neuem, mit Änderungen umgehen, wie wir Schwierigkeiten ins Auge sehen, Konflikte bewältigen und Entscheidungen treffen, prägt uns und unsere Umwelt. Die Verantwortung, die wir für die Welt von morgen tragen, und die Herausforderungen, die wir dafür bewältigen müssen, werden einen zentralen Teil des Jahresprogramms 2021 umfassen.