Wien gegen Hitze: Brunnhilde, coole Zonen und Co.
Hitzetage und sogar mehrtägige Hitzewellen mit über 30 Grad werden in Wien allerdings häufiger. Im Hitzeaktionsplan der Stadt Wien gibt es kurzfristige und langfristige Maßnahmen gegen die Hitze. Die Begrünung – sowie deren Pflege und Ausbau – spielt natürlich eine große Rolle. In Wien gibt es knapp über 1.000 Parkanlagen. Und rund 500.000 Bäume als Schattenspender. Und den kühlenden Wiener Wald.
Die Sprühnebelanlagen auf Hydranten werden übrigens als „Wiener Sommerspritzer“ bezeichnet. Trinken sollte man auch viel, natürlich Wasser.
„Wir haben zum Beispiel 1.800 Trinkbrunnen in der Stadt. Das ist mehr als in ganz Deutschland.” sagt Andreas Januskovecz, Bereichsleiter für Klimaangelegenheiten der Stadt Wien. An stark frequentierten Orten werden von April bis September zusätzlich "Brunnhilde"-Trinkbrunnen aufgestellt.
Langfristig sind zB stadtplanerische Maßnahmen und Gebäudeadaptierung. Die Stadt Wien will etwa den Einbau von Rollläden, Außenjalousien und Markisen fördern. Wichtige, weil die Hitze draußen haltende Außenrollos sind nun auch für denkmalgeschützte Gebäude möglich. Ein neuer Leitfaden zeigt, wie unauffälliger Sonnenschutz und Stadtbilderhaltung gleichzeitig funktionieren.
Es gibt auch extra eingerichtete „coole Zonen“ in Wien. Das sind kühle, konsumfreie Innenräume für die öffentliche Nutzung, um dem Hitzestress zu entkommen. Zusätzlich werden die Öffnungszeiten in vier Wiener Freibädern verlängert.
Und unter der Nummer des Gesundheitstelefons, nämlich 1450, gibt es Verhaltenstipps bei Hitze und notfalls auch medizinische Beratung.