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Doppelter Mähnenrobben-Nachwuchs im Tiergarten Schönbrunn Doppelter Mähnenrobben-Nachwuchs im Tiergarten Schönbrunn
Tierwelt

Doppelter Mähnenrobben-Nachwuchs im Tiergarten Schönbrunn

Zeigt sich auch schon den Besucher*innen.
W24 Redaktion
Donnerstag, 30. Juli 2026
Verfasst am 30.07.2026 von W24 Redaktion

Im Tiergarten Schönbrunn gibt es lautstarken Zuwachs im Doppelpack: Anfang und Mitte Juli ist jeweils ein Mähnenrobben-Jungtier zur Welt gekommen. Die kleinen Neuankömmlinge machen bereits kräftig auf sich aufmerksam und sind immer wieder lautstark zu hören. Gemeinsam mit ihren Müttern leben sie derzeit im Mutter-Jungtier-Bereich der Robbenanlage. Dort sind die beiden kleinen Mähnenrobben auch für Besucher*innen gut zu sehen, hieß es am Donnerstag.

"Bis sie zum Männchen dazustoßen, wird es noch ein wenig dauern, da wir den Tieren ausreichend Zeit und Ruhe geben möchten. Auch für unser Mähnenrobben-Männchen ist es derzeit eine besondere Phase. Während der Paarungszeit nimmt es kaum Nahrung zu sich. Das ist auch in der Wildbahn so. Daher finden das Training und die kommentierte Fütterung aktuell in einem angepassten Format statt", erklärte Tiergartendirektor Stephan Hering-Hagenbeck.

Noch halten sich die beiden Jungtiere besonders gerne in unmittelbarer Nähe ihrer Mütter auf. Doch schon bald wird die Distanz zu den Müttern größer werden. Hering-Hagenbeck: "Mit etwas Geduld können dann Besucherinnen und Besucher wunderbar beobachten, wie die beiden Robben-Jungtiere mehr und mehr ihre Umgebung erkunden und spielerisch kennenlernen."

Haben noch einiges vor sich

Mit einem Gewicht von rund neun Kilogramm haben die Jungtiere noch einiges vor sich, bis sie an die stattlichen 145 Kilogramm der Mütter oder sogar die rund 430 Kilogramm des Vaters herankommen. Unter Wasser wirken jedoch selbst ausgewachsene Mähnenrobben nahezu schwerelos. "Mähnenrobben verfügen über eine Reihe faszinierender Anpassungen, die ihnen das Leben am und im Meer ermöglichen. Die in Südamerika heimischen Tiere können bei Tauchgängen beispielsweise ihre Ohren und Nasenlöcher verschließen. Blut und Muskeln sind dank des Proteins Myoglobin dafür ausgestattet, besonders viel Sauerstoff zu speichern. Dadurch können sie deutlich länger tauchen als der Mensch", erklärte Rupert Kainradl, zoologischer Abteilungsleiter.

Doch nicht nur das: Eine Studie zeigte, dass Mähnenrobben abhängig vom Lebensraum ihre Fähigkeit, die Luft anzuhalten, bis zu einem gewissen Grad trainieren können. Besonders tief und lange tauchende Tiere, etwa im Süden Chiles, verfügen im Verhältnis zu ihrem Körpergewicht über die Fähigkeit, im Blut mehr Sauerstoff zu speichern. Der längste im Rahmen der Studie dokumentierte Tauchgang einer Mähnenrobbe dauerte zwölf Minuten. (apa/red)