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"Lange Nacht der Kollektivvertragsverhandlungen" "Lange Nacht der Kollektivvertragsverhandlungen"
Soziales

"Lange Nacht der Kollektivvertragsverhandlungen"

Private Sozialwirtschaft will mehr Gehalt, bessere Arbeitsbedingungen und droht mit Streik.
Christoph Schütz
Donnerstag, 07. Februar 2019
Verfasst am 07.02.2019 von Christoph Schütz

Die Zentrale des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB) am Johann-Böhm-Platz in 1020 Wien. Hier findet die bereits vierte Verhandlungsrunde zwischen Arbeitnehmern und Arbeitgebern der privaten Sozialwirtschaft statt. Sollte diese scheitern, könnte es bald Warnstreiks geben.
Die Verhandlungen betreffen rund 100.000 Pflegekräfte, Mitarbeiter in der Behindertenhilfe und im privaten Gesundheitswesen. Sie arbeiten in bekannten Einrichtungen wie Volkshilfe, Hilfswerk & Co und versorgen pflegebedürftige Menschen - eine Arbeit, die sehr belastend sein kann. Deshalb wünschen sich die Vertreter der Arbeitnehmer eine Verkürzung ihrer Arbeitszeit auf wöchentlich 35 Stunden. Weiters fordern sie eine sechste Urlaubswoche und eine Gehaltserhöhung um mehr als drei Prozent.
Sollte es keinen erfolgreichen Abschluss der Verhandlungen geben, hat der ÖGB bereits seine Freigabe zum Streik erteilt. Pflegebedürftige Menschen brauchen sich aber keine Sorgen machen, versichern die Arbeitnehmervertreter.
Die Arbeitgebervertreter wollen den Forderungen jedenfalls entgegenkommen. Und trotzdem wird es vorraussichtlich eine lange Nacht werden, sagt Michaela Guglberger vom ÖGB/Vida. Die letzte Verhandlung habe rund 18 Stunden gedauert, heißt es aus der Gewerkschaft. (toph)