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Teilnehmerrekord bei Regenbogenparade Teilnehmerrekord bei Regenbogenparade
Gesellschaft

Teilnehmerrekord bei Regenbogenparade

Laut Veranstalter haben 200.000 Besucher für eine diskriminierungsfreie Gesellschaft demonstriert.
Alessa Däger
Montag, 18. Juni 2018
Verfasst am 18.06.2018 von Alessa Däger

Am Samstag ist in Wien zum 23. Mal für eine diskriminierungsfreie Gesellschaft in Österreich und der ganzen Welt demonstriert worden – und das so erfolgreich wie noch nie. Zumindest, was die Teilnehmerzahlen betrifft. Laut Veranstaltern haben rund 200.000 Menschen am Umzug teilgenommen.

Wie das Motto „Love, Respect and Solidarity“ zeigt, steht die Veranstaltung für den Abbau von Vorurteilen oder Berührungsängsten mit der LSBTIQ-Community. LSBTIQ steht für Lesben, Schwule, Bisexuelle, Transgender- und Intersex-Personen.
In Österreich wird die Parade seit 2003 von der Homosexuelleninitiative (HOSI) Wien veranstaltet. Für 2019 hat die Organisation übrigens den Zuschlag für die Austragung der EuroPride erhalten, die jedes Jahr in einer anderen europäischen Stadt stattfindet.

Unter den Gästen war auch SPÖ-Chef Christian Kern, der vor zwei Jahren als erster Regierungschef an der Veranstaltung teilgenommen hatte. „Wir feiern die Liebe, wir feiern das Leben, wir feiern, dass in unserem Land jeder auf seine Art glücklich werden kann“, so Kern. Er habe eine „diebische Freude“ damit, dass der Verfassungsgerichtshof die Ehe ab 2019 für alle öffnet. Mit SPÖ-Stadtrat Jürgen Czernohorszky und den Gemeinderäten Beate Meinl-Reisinger (NEOS) und Peter Kraus (Grüne) waren weitere Politiker zugegen. In der Innenstadt fand übrigens auch eine Gegenveranstaltung des christlichen Vereins „Pro Vita“ und der „Plattform Familie“ statt: Beim „Marsch der Familie“ waren 150 Personen vertreten. Die Demonstration wurde von einer Blasmusikkapelle begleitet und richtete sich laut einer Aussendung „gegen Gender-Wahnsinn, Frühsexualisierung und Regen bogen-Psychoterror“.