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Diskussion: #MeTwo im Journalismus Diskussion: #MeTwo im Journalismus
Gesellschaft

Diskussion: #MeTwo im Journalismus

Journalistinnen und Medienmacherinnen in Österreich mit Migrationshintergrund diskutieren über Diskriminierung im Berufsalltag.
Rebin Showkat
Freitag, 19. Oktober 2018
Verfasst am 19.10.2018 von Rebin Showkat

Es gibt sie, wenn auch nur wenige - Journalistinnen und Medienmacherinnen in Österreich mit Migrationshintergrund! Und am Mittwoch Abend waren einige von ihnen vom Frauennetzwerk Medien dazu eingeladen, an einer Diskussion im Presseclub Concordia teilzunehmen und üb er ihre Erfahrungen von Diskriminierung im Berufsalltag zu sprechen. Das Thema lautet „MeTwo“ im Journalismus..

Bei der MeToo-Debatte berichteten Frauen weltweit vom Alltagssexismus, den sie erleben. Daraufhin folgte eine weitere Hashtag-Aktion, diesmal MeTwo mit W.. Hier legen Menschen mit Migrationshintergrund ihre Erfahrungen mit AlltagsRASSISMUS offen. Und auch in vermeintlich progressiven Branchen mit hohem akademischem Anteil wie dem Journalismus erleben Betroffene Diskriminierung aufgrund Herkunft oder Religion. 

Was man als Zivilgesellschaft tun kann, das ist eine Frage die an diesem Abend nicht endgültig beantwortet werden konnte. Sprachliche Political Correctness ist jedenfalls nicht der Weisheit letzter Schluss - das wissen auch die anwesenden Journalistinnen.

Die Diskutantinnen sind sich einig: Veränderungen müssen von oben kommen. Aber in den Chefetagen vieler Medienunternehmen sitzen nach wie vor wenige Frauen oder Menschen mit Migrationshintergrund. Solange sich das nicht ändert, stehen die Chancen für benachteiligte Gruppen weiter schlecht. Daran müsse die Zivilgesellschaft arbeiten, besser heute als morgen.